Aktuelle Mitteilungen

Aktuelle Mitteilungen

23.08.2019

Von indigenen Völkern gelernt

Jugendliche der Gemeinde St. Katharina von Siena besuchten Ecuador

Horn-Lehe. Jugendliche der Pfarrei St. Katharina von Siena aus Horn-Lehe und Schwachhausen sind nach Ecuador geflogen, um mit neuen Erfahrungen zurückzukommen. Während der fast dreiwöchigen Tour lebten sie zeitweise in Gastfamilien und lernten auch das Leben indigener Völker kennen.
 
"Wir haben gelernt, dass man auch mit viel weniger zum Leben auskommen kann, als es bei uns üblich ist", berichtet Fabienne Torst, Dekanatsjugendreferentin im Dekanat Bremen und Leiterin des Katholischen Jugendbüros in Bremen. Klimaschutz und weniger Konsum seien durchaus praktikabel.
 
"Wir hatten auch ein Treffen mit indigenen Kindern und Jugendlichen, bei dem wir unseren Lebensalltag verglichen haben", sagt sie: "Viele ecuadorianische Kinder auf dem Land haben einen Fußweg zur Schule von mindestens einer Stunde und helfen zu Hause im Haushalt, auf dem Feld und bei der Versorgung des Viehs." Die meisten seien sehr ehrgeizig, studierten Musik oder Medizin. Wieder andere ließen sich zur Schneiderin ausbilden. „Viele führen zu den zahlreichen Aufgaben in der Familie auch noch ein eigenes Geschäft“, so Franziska Neumann, die ein freiwilliges soziales Jahr in der katholischen Jugendbüro leistet: "Das hat uns nachhaltig beeindruckt."
 
Gerade die Indigenen führten ein Leben im Einklang mit der Pacha Mama, der Mutter Erde, erläutert Florian Schneider (Pastoralreferent in St. Katharina von Siena und Leiter der Fahrt): "Sie verehren die Natur und danken in verschiedenen Ritualen und Festen für das, was die Erde uns zum Leben gibt."
 
Wie zur Zeit der Kolonialisierung üblich, hätten die indigenen Völker unter Ausbeutung, Unterdrückung und Diskriminierung gelitten und täten es heute noch. Eine Organisation, die die Gruppe aus Bremen besucht hat, führte einen Kampf um Wasser gegen transnationale Unternehmen und gegen den Großgrundbesitzer. Vor zehn Jahren hatten sie in ihrem Dorf kein fließendes Wasser. Mit der Unterstützung von Rechtsanwälten und Freunden sowie Förderern haben sie ein Wasserbassin bauen können, mit dem sie nun die Wasserversorgung in ihrem Dorf gewährleisten können.