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27.03.2018

Schwester Cornelia Bührle RSCJ / Foto: Kath. Gemeindeverband - S. Muthreich

Verabschiedung von Schwester Cornelia Bührle in St. Johann

Engagierte Menschenrechtlerin und Juristin geht in den Ruhestand

Bremen (mh) Mit einer Andacht und einem anschließenden informellen Beisammensein wird Schwester Cornelia Bührle RSCJ am 28. März nach vielen Jahren in Diensten der katholischen Kirche in den Ruhestand verabschiedet. Die Andacht mit dem Osnabrücker Generalvikar Theo Paul und dem Bremer Propst Dr. Martin Schomaker findet um 15.00 Uhr in der Propsteikirche St. Johann statt.

Schwester Cornelia Bührle war seit dem 1. Februar 2015 als Beauftragte für den Bereich Migration und Integration beim Katholischen Kirchenamt in Bremen tätig. Die Volljuristin hat schwerpunktmäßig mit Flüchtlingen, Asylsuchenden, Asylbewerbern und Spätaussiedlern gearbeitet und sich für ihre Interessen in Kirche und Gesellschaft eingesetzt Sie hat die katholische Kirche im Bremer Rat für Integration und im Beirat für den Abschiebegewahrsam vertreten. Sie war Mitglied im Bremer Verein „Help a Refugee“ und hat im Verein Zuflucht Ökumenische Ausländerarbeit e.V. mitgearbeitet.

Schwester Bührle gehört der Ordensgemeinschaft vom Heiligen Herzen Jesu an (Religieuse du Sacré-Coeur de Jésus, RSCJ). Von 2007 bis 2013 hat die Ordensfrau das Katholische Büro und das Erzbischöfliche Amt in Schwerin geleitet. Von 1993 bis 2003 war sie Beauftragte für Migrationsfragen des damaligen Erzbischofs von Berlin, Kardinal Georg Sterzinsky. Anschließend war sie bis 2007 als Senior Policy Officer beim Jesuiten-Flüchtlingsdienst Europa in Brüssel tätig.

Cornelia  Bührle wurde am 12. Mai 1953 als Tochter des Journalisten Wolfgang Bührle und seiner Frau Renata, einer Opern- und Konzertsängerin, in Ebingen in Baden-Württemberg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Afrikanistik, Rechtswissenschaften und Sicherheitspolitik in Hamburg sowie Theologie und Philosophie in Paris. 1984 trat sie in die Gesellschaft der Ordensfrauen vom Heiligen Herzen Jesu ein, ein internationaler Erziehungs- und Bildungsorden päpstlichen Rechts. Ihre ewigen Gelübde legte sie 1993 in Rom ab.

Rainer Maria Kardinal Woelki würdigte Schwester Bührle 2013 bei ihrer Verabschiedung aus dem katholischen Büro in Schwerin als „unbestechliche Juristin und engagierte Menschenrechtlerin“. Der damalige Erzbischof von Hamburg Dr. Werner Thissen danke Schwester Bührle: „In ihrer kontaktfreudigen Art hat sie Themen und Anliegen unserer Kirche im politischen und gesellschaftlichen Bereich eindrucksvoll vermittelt“. Georg Kardinal Sterzinsky lobte die Ordensfrau: Schwester Bührle habe in Berlin „zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Stadt gehört“ und die Arbeit der Kirche im Bereich Migration in der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Schwester Bührle hat zahlreiche Artikel und Interviews im In- und Ausland veröffentlicht. 2002 strahlte die Deutsche Welle ein 30minütiges Fernsehporträt  „Der Engel der Illegalen“ über ihre Arbeit aus. 2004/05 wurde von BR und ARD ein Fernsehporträt unter dem Titel „Schwester Courage“ gesendet.

Am 26. April 2018 wird Schwester Bührle in der Malteser Kommende in Ehreshoven mit dem „Verdienstkreuz pro merito melitensi“ des Souveränen Malteserritterordens ausgezeichnet.

Pressemitteilung des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen vom 27.03.2018