Aktuelle Mitteilungen

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13.06.2018

Generaloberin Schwester Fabia Kattakayam (rechts), Schwester Hilario Vieyra (zweite von links), Propst Dr. Martin Schomaker sowie Schwester Giovanna (Oberin, Bremen) / Foto: Sabine Gautier - Kath. Gemeindeverband Bremen

Generaloberin aus Rom erstmals in Bremen

Schwester Fabia besucht das Birgittenkloster im Schnoor

Bremen. Besuch aus Rom: Die neue Generaloberin des Birgittenordens, Schwester Fabia Kattakayam, war erstmals zu Gast bei ihren Mitschwestern im Bremer Schnoor und lobte die Hansestadt: „Bremen ist wundervoll und meine Mitschwestern sind hier sehr gut aufgehoben.“ Angetan war die Generaloberin auch vom friedlichen Zusammenleben der unterschiedlichen Konfessionen und Religionen.

Die aus Indien stammende Ordensfrau nahm während ihres Besuchs für einige Tage am Leben der Bremer Birgittenschwestern teil, informierte sich über das Kloster im Schnoor und sprach mit ihren Mitschwestern über Aufgaben und Pläne. Im Mittelpunkt stand das spirituelle Leben der Birgitten in Bremen.

Die Generaloberin freute sich, dass die im März aus der Kapelle in der Kolpingstraße entwendeten Reliquien wieder aufgefunden und an ihren rechtmäßigen Platz zurückgebracht werden konnten. Propst Dr. Martin Schomaker segnete in diesem Zusammenhang eine aus dem 15. Jahrhundert stammende Marienfigur, die der emeritierte Dompropst Dr. Wilhelm Hentze aus Paderborn den Ordensfrauen geschenkt hatte.

Ihre Reise setzte die Generaloberin in die Niederlande fort, weitere Stationen sind die Philippinen und Indien.

Der Birgittenorden ist ein klösterlicher Orden der Augustiner-Ordensschwestern, der im Jahr 1346 von der heiligen Birgitta Birgersdotter (1303–1373) gegründet worden war. Birgitta von Schweden wurde 1999 von Papst Johannes Paul II. zusammen mit Katharina von Siena und Edith Stein zur Mitpatronin Europas erhoben. Dem Erlöserorden gehören weltweit rund 570 Schwestern an. Unverwechselbar ist die Ordenstracht der Birgitten. Die Schwestern tragen eine Metallkrone mit fünf roten Steinen, eine an jedem Gelenk. Sie erinnern an die fünf Wunden Christi am Kreuz. Es gibt verschiedene Zweige des Erlöserordens. Der größte ist der von der heiligen Elisabeth Hesselblad gegründete Ordenszweig, dessen Mutterhaus in Rom an der Kirche Santa Brigida liegt. Diesen nennt man gemeinhin den „schwedischen Zweig“. Zu den über 50 Niederlassungen gehört auch das Birgittenkloster Bremen. Die Gründerin wurde im April 2000 seliggesprochen und 2016 heiliggesprochen.

Foto: Station in Bremen: Generaloberin Schwester Fabia Kattakayam (rechts) besuchte mit Schwester Hilario Vieyra (zweite von links) erstmals ihre Mitschwestern in Bremen und wurde von Propst Dr. Martin Schomaker sowie Schwester Giovanna (Oberin, Bremen) herzlich empfangen. Foto: Sabine Gautier/ Katholischer Gemeindeverband Bremen