Aktuelle Mitteilungen

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18.05.2018

Propst Dr. Martin Schomaker / Foto: Kath. Gemeindeverband Bremen/Suzana Muthreich

Erste Kolumbariumkirche für Bremen

Architektenpläne ab Pfingsten in der Propsteikirche St. Johann zu sehen

Bremen. Die Pfarrei St. Johann mit den Kirchen St. Johann und St. Elisabeth plant gemeinsam mit dem Katholischen Gemeindeverband in Bremen und dem Bischöflichen Generalvikariat Osnabrück die erste Kolumbariumkirche zur Aufbewahrung von Urnen in Bremen. Das Kolumbarium soll in der Kirche St. Elisabeth (Suhrfeldstraße 161) entstehen. Die Pläne sind von Pfingsten an bis zum 20. Juni im Franziskussaal der Propsteikirche St. Johann zu sehen.

„Wir möchten damit ganz im Sinne des Pfingstfestes ein Zeichen der Erneuerung setzen für viele Menschen“, so Propst Dr. Martin Schomaker: „Das Kolumbarium soll ein christlich geprägter Ort für Verstorbene sein, an dem Hinterbliebene trauern können und der nicht mit einer Pflege für die Hinterbliebenen verbunden ist.“ Name und Lebensdaten der Verstorbenen werden auf einer Tafel am Ort der Beisetzung stehen. Er ist öffentlich zugänglich.

Die erste Kolumbariumkirche in Bremen baut auf die positiven Erfahrungen, die bereits mit der Kolumbariumkirche Heilige Familie in Osnabrück gemacht werden. Wie in Osnabrück wird die Kirche St. Elisabeth nach dem Umbau weiterhin ein Ort für die regelmäßige Feier der Gemeindegottesdienste bleiben. „So sind die Verstorbenen in Gebet und Gedanken im Kreis der Gemeinde“, erläutert Dr. Schomaker: „Ihre Anwesenheit ist sichtbar, sie bleiben Teil des Alltags und somit Teil des Lebens.“

Für das Kolumbarium haben sechs Architekten ihre Vorschläge eingereicht. Umgesetzt werden soll ein Entwurf von Ahrens + Pörtner Architektengesellschaft (Hilter a.T.W.), den eine Fachjury dem Kirchenvorstand vorgeschlagen hat. Das Kolumbarium soll 1300 Urnenplätze bekommen und Ende 2019 fertiggestellt sein. Der genaue Baubeginn steht noch nicht fest.

Die St.-Elisabeth-Kirche im Stadtteil Hastedt wurde 1969 errichtet und entstand in der Nähe des Vorgängerbaus aus dem Jahr 1930, der beim letzten Luftangriff auf Bremen zerstört worden war. Architekt Ewald Brune, der die Kirche vor 50 Jahren konzipiert hat, gehörte zur Fachjury der Kolumbariumkirche und wird die weiteren Planungen begleiten.

Das Wort Kolumbarium stammt aus dem Lateinischen (columbarium). Der Begriff bezeichnete ursprünglich einen Taubenschlag und taucht als Name für Grabkammern erstmals etwa 50 vor Christus in römischen Quellen auf. Damit spielten die Menschen auf das Aussehen der Kammern an. In diesen waren in mehreren Reihen übereinander Nischen eingerichtet, in denen Urnen standen.

Foto: Propst Dr. Martin Schomaker präsentiert die Architektenpläne für die erste Bremer Kolumbariumkirche, die ab Pfingsten im Franziskussaal der Propsteikirche St. Johann zu sehen sind. Foto: Katholischer Gemeindeverband Bremen/Suzana Muthreich