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1 Thess 5,21

29.07.2019

St. Elisabeth / Bilder: Kath. Gemeindeverband in Bremen - S. Muthreich

Erste Kolumbariumkirche für Bremen nimmt Gestalt an

Fertigstellung für Anfang des kommenden Jahres geplant

Bremens erste Kolumbariumkirche nimmt mehr und mehr Gestalt an: Anfang des kommenden Jahres soll sie fertiggestellt sein und das Aufbewahren von 1200 Urnen ermöglichen.

Die Arbeiten in der Kirche St. Elisabeth (Suhrfeldstraße 159a) liegen voll im Plan, wie der Bau- und Planungskreis um Pfarrer Dirk Meyer, Architekt Jürgen Hinse (Ahrens + Pörtner Architektengesellschaft aus Hilter a.T.W.) sowie Werner Kalle vom Kirchenvorstand jetzt mitteilte.

Die Kolumbariumkirche ist eine gemeinsame Initiative der Pfarrei St. Johann mit den Kirchen St. Johann und St. Elisabeth, dem Katholischen Gemeindeverband in Bremen und dem Bischöflichen Generalvikariat Osnabrück.

Das Kolumbarium soll ein christlich geprägter Ort für Verstorbene sein, an dem Hinterbliebene trauern und ihrer Verstorbenen gedenken können und der nicht mit einer Pflege für die Hinterbliebenen verbunden ist. Name und Lebensdaten der Verstorbenen werden auf einer Tafel am Ort der Beisetzung stehen. Er ist öffentlich zugänglich. Auch können im Kolumbarium Urnen von Menschen beigesetzt werden, die der christlichen Religion nicht angehört haben. Die Beisetzung der Totenasche erfolgt aber ausschließlich in christlicher Form. Bereits jetzt gibt es schon Interessenten für Urnennischen im neuen Kolumbarium.

Denn die erste Kolumbariumkirche trifft den Wunsch von immer mehr Menschen, mit den Verstorbenen in Gebet und Gedanken im Kreis der Gemeinde verbunden zu bleiben. Im Kolumbarium bleibt die Anwesenheit der Verstorbenen sichtbar, sie bleiben Teil des Alltags und somit Teil des Lebens.

Außerdem ermöglicht es die Kolumbariumkirche Gemeindemitgliedern, in der Kirche, in der sie getauft und in die Gemeinschaft Christi aufgenommen wurden, auch die ewige Ruhe finden zu können. Genau das war für Werner Kalle ein Grund, sich einen Urnenplatz in der Kolumbariumkirche zu wünschen. Denn die Kirche St. Elisabeth sei seit Kindesbeinen seine religiöse Heimat.

Bei den Planungen setzen die Bauherren auf die positiven Erfahrungen, die bereits mit der Kolumbariumkirche Heilige Familie in Osnabrück gemacht werden. Wie in Osnabrück wird die Kirche St. Elisabeth nach dem Umbau weiterhin ein Ort für die regelmäßige Feier der Gemeindegottesdienste bleiben.

Das Wort Kolumbarium stammt aus dem Lateinischen (columbarium). Der Begriff bezeichnete ursprünglich einen Taubenschlag und taucht als Name für Grabkammern erstmals etwa 50 vor Christus in römischen Quellen auf. Damit spielten die Menschen auf das Aussehen der Kammern an. In diesen waren in mehreren Reihen übereinander Nischen eingerichtet, in denen Urnen standen.