Aktuelle Mitteilungen

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12.09.2019

"Am Anfang gab es nur Kaffee und 'n Brot"

30 Jahre "Bremer Treff"

1989 wurde der Bremer Treff (Altenwall 29) als kirchliche Begegnungsstätte für Menschen in materiellen oder seelischen Notlagen eröffnet. Seitdem finden die mittlerweile rund 20.000 Gäste pro Jahr dort eine warme Mahlzeit, Dusche und Waschmaschine, ärztliche Notversorgung, sowie persönliche Beratung.

In einer von Arbeitslosigkeit, Sozialkürzungen und Leistungsdruck geprägten Zeit sind seine Angebote heute gefragter denn je. Männer und Frauen, Menschen mit und ohne Arbeit, arme oder obdachlose Menschen, Einsame, Rentner oder Hartz IV-Empfänger aus ganz Bremen kommen regelmäßig in den Bremer Treff. Die Gäste sind zwischen 18 und 88 Jahre alt. An fünf Abenden pro Woche (Dienstag bis Samstag) gibt es im Bremer Treff die Möglichkeit, sich aufzuwärmen, Leute zu treffen, seine Wäsche zu waschen, zu duschen oder eine warme Mahlzeit zu essen.

Bis zu 90 Menschen kommen täglich in den Bremer Treff. Waren es im Jahr 2008 - als man mit der Zählung begann - noch 10.000 Gäste, so besuchten 2018 bereits rund 19.000 Gäste den Bremer Treff, und 15.214 Abendessen wurden ausgegeben. Im ersten Halbjahr 2019 zählte man bereits rund 10.000  Besucher. Seit 1996 feiert Willi Lemke in jedem Jahr seinen Geburtstag gemeinsam mit den Gästen im Bremer Treff.

Längst ist in der Begegnungsstätte nicht nur für Mahlzeiten gesorgt. An zwei Tagen in der Woche bieten die Ärzte Georg Kückelmann und Masiar Amirkhizi ärztliche Notversorgung an. Ferner steht Psychotherapeut Michael Oppermann, jeden Donnerstag für therapeutische Gespräche zur Verfügung, denn nicht wenige Gäste sind psychisch krank. Seit fünf Jahren bietet Kunsttherapeutin Angelika Weber eine kreative Malwerkstatt an und veranstaltet Ausstellungen dieser Werke.

Alle vier arbeiten ehrenamtlich, wie auch die übrigen 56 Freiwilligen, die regelmäßig dafür sorgen, dass der Laden läuft. Drei von Ihnen sind von Anfang an dabei. Dreizehn evangelische und katholische Kirchengemeinden und Einrichtungen finanzieren die Begegnungsstätte.

Text: Bremische Evangelische Kirche, Pressestelle

Weitere Informationen unter https://www.bremer-treff.org/