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Hl. Katharina von Siena

28.05.2019

Bremer Jugendliche bei der 72-Stunden-Aktion / Foto: BDKJ Bremen - Flunkert

"Uns schickt der Himmel"

Dem Waller Friedhof Leben eingehaucht

Rund 30 Jugendliche waren in Bremen bei 72-Stunden-Aktion aktiv – Kooperation mit Bremer Umweltbetrieb.

In 72 Stunden die Welt ein Stückchen besser machen: Rund 30 Jugendliche aus Bremen und Umgebung beteiligten sich unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ an der bundesweiten Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Der BDKJ Bremen hatte das Projekt in Kooperation mit dem Umweltbetrieb Bremen realisiert. Es galt, dem Waller Friedhof Leben einzuhauchen

Die genaue Aufgabe erfuhren die Jugendlichen erst mit dem Startschuss der Aktion. Sie lautete: „Bringt Leben auf den Friedhof!“ Konkret ging es darum, auf einer umgegrabenen Fläche eine bienen- und schmetterlingsfreundliche Mischung einzusäen, ein Insektenhotel mit Wildbienenhaus zu bauen und es in der Baumgruppe aufzustellen sowie einen Vogelnistkasten zu basteln und anzubringen.

Denn viele Insektenarten seien in Deutschland stark zurückgegangen, so Monica Merkel, Geschäftsführende Referentin BDKJ Regional- und Landesverband Bremen: Wo früher Vielfalt gegeben gewesen sei, greife heute das Artensterben um sich. „Daher wollten wir die Rasenfläche auf dem Waller Friedhof insektenfreundlich umgestalten.“

„Dazu haben wir zunächst Gruppen gebildet“, berichtet Amelie Flunkert aus Kirchweyhe. Jede Gruppe habe eine Aufgabe übernommen. Es seien vier Vogelhäuser entstanden, darunter eines speziell für Spatzen, ein Insektenhotel sowie ein Hinweisschild und die Wiese.

Die Werkzeuge haben die Jugendlichen teils von zu Hause mitgebracht, ebenso einige der Materialien, andere sind im Baumarkt beschafft worden. Unterstützung kam vom Bremer Krankenhaus St. Josef-Stift: Die dortige Küche kümmerte sich um das Mittagessen für die fleißigen Jugendlichen.

Alle legten eifrig Hand an, sodass die Teams deutlich früher als geplant fertig wurden.

„Mit unserer Aktion haben wir den Friedhof aufgewertet“, sagt Amelie Flunkert: „Viele Menschen kommen hierhin, um die Stille zu genießen, sich mit den Verstorbenen verbunden zu fühlen.“ Es sei schön, dass sie nun spüren könnten, „dass hier Leben auf dem Friedhof ist“. Immer wieder seien die Teams von Friedhofsbesuchern angesprochen und gelobt worden. „Die fanden unsere Aktion super“, so Amelie Flunkert. Einmal seien Polizisten vorbeigekommen. „Anwohner hatten sie angerufen, weil sie unser Zelt und unser Banner auf dem Friedhof gesehen hatten und dachten, dass hier vielleicht eine Party oder Ähnliches stattfindet. Die Polizisten konnten aber rasch aufgeklärt werden.“

Für Amelie war es die erste 72-Stunden-Aktion. Die Pfadfinderin aus Kirchweyhe, die mit ihrer Gruppe von der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) Roland von Bremen teilnahm, war auf Anhieb begeistert. Und die Begeisterung für das Projekt sei auch bei allen anderen Beteiligten zu spüren gewesen, sagt die 20-Jährige. „72 Stunden“ – das habe zunächst herausfordernd geklungen, aber dann sei schnell klar gewesen: „Das schaffen wir. Natur und Ökologie – das war uns allen wichtig“.

Foto: Jugendliche aus Bremen waren bei der 72-Stunden-Aktion auf dem Waller Friedhof aktiv. Foto: BDKJ Bremen/Flunkert

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